SPD fordert weitere Gesamtschulen im Landkreis
Bildquelle: Dieter Schütz / pixelio.de
23. Juli 2010
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Wieland kritisiert Äußerungen des „FDP-Bildungsexperten“ Dr. Ullrich
„Da hat wohl einer die Zeichen der Zeit nicht verstanden“, so Jörg Wieland, Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, zur Interpretation des Hamburger Volksentscheids durch den neu ernannten FDP-Bildungsexperten Dr. Norbert Ullrich. „Niemand im Landkreis Göttingen hat eine Verlängerung der Grundschulzeit gefordert.
Wir passen nur die Schulstruktur in der Region an die Wünsche der Eltern an und fordern weitere Gesamtschulen“, so Wieland. „Es waren vielmehr die niedersächsischen Eltern, die durch ihre Abstimmung mit den Füßen die durch eine Minderheit – nämlich die FDP – erzwungene und ideologisch begründete Dreigliedrigkeit im Bildungssystem dorthin befördert haben, wohin sie gehört: in das Museum für überholte bildungspolitische Vorstellungen,“ so Wieland. „Dr. Ullrich als Ideologe der überkommenen Ständegesellschaft wird mit seinen barocken Vorstellungen von moderner Schule nicht mehr ernst zu nehmen sein. Bildungspolitische Dekadenz, wohin man in der FDP schaut!"
Wieland erinnert daran, dass es die Mehrheit – nicht Minderheit – der Elternschaft ist, die etwa die Einrichtung einer KGS in Gieboldehausen befürwortet und diese Entwicklung ausdrücklich begrüßt. „Weil das so ist, wird die SPD-Fraktion darauf dringen, dass die Umwandlung der Haupt- und Realschule Groß Schneen unverzüglich angefasst wird mit dem Ziel, zum Beginn des Schuljahres 2011/2012 eine Gesamtschule vorzuhalten,“ so Wieland.
Laut Wieland zeigen die aktuellen Zahlen den Bedarf für eine weitere Gesamtschule im Landkreis. Über 170 Schüler mussten für das kommende Schuljahr allein an der IGS Geismar abgelehnt werden. „Die Gesamtschulen genießen einen so guten Ruf bei uns, dass sich dort mittlerweile mehr Kinder mit Empfehlung zum Gymnasium anmelden als bei den Gymnasien selbst.“
Wieland lobt zudem die ausgezeichnete Arbeit der Gesamtschulen, die sich auf Augenhöhe zu allen anderen Schulen in der Region befänden. Das pädagogische Konzept betrachte die Kinder in ihrer ganzen Persönlichkeit, nicht nur anhand der von der FDP so viel gerühmten Leistung nach Noten. Das mache den großen Erfolg der Schulform aus. So seien etwa die beiden besten Abiturienten Niedersachsens Schüler der Göttinger IGS.
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